Dienstag, 20. März 2012

Rezension "Unsichtbare Blicke" von Frank M. Reifenberg


Taschenbuch, 400 Seiten
rororo, erschienen am 01.03.2012
ISBN: 978-3499216176
12,99€
Inhalt: (dieses Mal der Klappentext, da ich finde eine Zusammenfassung Spoilert zuviel :) )
«Du bist ein Schwein», flüsterte ich. «Kannst du mich auch hören?» «Nein», antwortete er. Dann begann er, sich zu entschuldigen, es schönzureden; dass er auf mich aufgepasst hätte, nicht mehr, nur aufgepasst. Ich starrte auf den Bildschirm, in die winzige Kamera. Sollte er so viele Bilder von mir machen, wie er wollte. Sollte er die Tränen sehen. Und die Wut. Und die Verachtung. «Wer bist du?», schrie ich. Immer wieder. Wer bist du. Wer. Wer. Wer. Bist. Du. 

Meine Meinung
:
Wir lernen Josie kennen. Josie lebt mit einem sehr strengen Vater, einer Mutter, die sich nicht gegen ihren Mann durchsetzten kann und der Josie daher immer wieder an einer kurzen Leine hält. Josie arbeitet freiwillig im Hospitz und kümmert sich um die Menschen dort. Sie geht gerne zur Schule, ihre beste Freundin Sarah hilft ihr bei Problemen. Und da ist Felix. Und Geronimo. Und Josie wird beobachtet. Über die Cam von ihrem Laptop. Ohne ihr Wissen.
Das Buch hat drei Erzählebenen: Wir erfahren die Geschichte aus Josies Sicht, aus der des unbekannten und etwas gestörten Anatagonisten und wir lernen zwischendurch immer wieder "Tommi" kennen, der zu DDR-Zeiten in einem Heim (oder Knast, passt wohl beides) gelebt hat und dort wohl die schlimmste Kindheit hatte, die man sich vorstellen kann.
Der Schreibstil ist flüssig und fesselt vom ersten Kapitel an. Ich hatte unheimlich Spaß an der Geschichte, Josie war mir sofort sympatisch. Auch dass sie sehr vorsichtig im Internet unterwegs war, war mir sehr angenehm. Sie verhielt sich sehr reif für ihr Alter.
Sarah war mir weniger sympathisch. Ich finde sie zu übertrieben, zu laut und zu aufgedreht. Aber vielleicht passt sie deswegen so gut zu Josie.
Bei Felix habe ich eine zeitlang gezweifelt ob er wirklich so ist wie er sich gibt. Doch man kann ihm uneingeschränkt traun.
Sehr gelungen finde ich das Motiv des Täters, welches absolut garnicht sexuell getrieben ist, sondern nur auf der Suche nach seiner Tochter beruht. Das war wirklich angenehm. Auch das Ende, welches zwar vorhersehrbar ist, passt meiner Meinung nach sehr gut. Ich habe "Unsichtbare Blicke" verschlungen und danke dem Verlag und auf jeden Fall auf Frank, dass er uns diese Leserunde ermöglicht hat!
Fazit:
Für die Altergruppe ein absolut spannender Thriller, der aufmerksam machen soll auf die Gefahren im Internet. Dies gelingt Frank M. Reifenberg meiner Meinung nach sehr gut. Daher auch volle Punktzahl!

Kommentare:

  1. Huiii, klingt ganz schön gruselig! Ich setze das Buch direkt auf meine WL!

    Liebe Grüße
    Anka

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  2. Hey,
    mit deiner Rezi hast du mich aber jetzt echt neugierig gemacht. Ich glaub, das Buch geht auch auf meine Wunschliste. :)

    Liebe Grüße
    Petra

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  3. Klingt wirklich toll.
    Schöne Rezi.
    Bin gleich mal Leser geworden.

    LG
    Ise

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  4. Hey, ich nochmal :)
    Habe das Buch mittlerweile gelesen und meine Rezension soeben abgetippt. Deine Rezi werde ich gern verlinken :)
    Liebe Grüße
    Anka

    P.S. jetzt fällt mir erst auf, dass du gespoilert hast. Vielleicht magst du die Passage als Spoiler kenntlich machen?

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    1. Hey Anka, oh ja hubs, das mit den Spoilern.. ich versuche in den Rezis so wenig wie möglich zu spoilern.. aber manchmal lässt es sich nicht vermeiden. Sorry! Wenn du mich verlinkst freu ich mich.. liebe Grüße.
      p.s. ich bin umgezogen, besuch mich gern auf meiner neuen Seite: Pennelosbuecherkiste.wordpress.com

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